Die Gemeinden in der Region Bergdörfer arbeiten schon seit einigen Jahren verstärkt zusammen. Zum 1. Januar 2022 schließen sich nun die evangelischen Pfarrgemeinden Grünwettersbach, Hohenwettersbach-Bergwald, Palmbach-Stupferich und Wolfartsweier zu einer Großgemeinde zusammen. Die Gottesdienstzeiten und Orte in den Höhenstadtteile im Süd-Osten von Karlsruhe bleiben wie bisher. Auch die Kasualien Taufe, Bestattung und Trauung werden weiterhin versorgt.
Bereits im Jahr 2015 haben die Gemeinden für ihre Region Bergdörfer einen Kooperationsvertrag ausgearbeitet, seitdem engagiert sich ein Regionalrat um die gemeinsamen Belange. Alle vier Gemeinden geben zusammen einen Gemeindebrief heraus, sind über eine Homepage als Region Bergdörfer mit einem einheitlichen Logo sichtbar. Auch mit der Stiftung Junge Kirche Bergdörfer gehen die vier Gemeinden in der Kinder- und Jugendarbeit seit einigen Jahren einen gemeinsamen Weg. Über den gemeinsamen Gottesdienst-Plan ist zudem geregelt, dass eine Pfarrerperson sonntags Gottesdienste in zwei Gemeinden hält.
Geschäftsführender Ausschuss wird für Großgemeinde eingesetzt
Jetzt gehen die Gemeinden noch einen Schritt weiter: Ab dem 1. Januar 2022 wird die Region Bergdörfer zu einer Großgemeinde fusionieren. Die erst Ende 2019 gewählten Ältesten bleiben in ihrem Amt, die Ältestenkreise bilden einen großen Ältestenkreis. Ein geschäftsführender Ausschuss wird gebildet, um sicherzustellen, dass das neue Großgremium arbeitsfähig bleibt. Dem Ausschuss werden die hauptamtlichen Pfarrpersonen der Gemeinde und je zwei Älteste pro ehemalige Gemeinde angehören. Die Geschäfte vor Ort wie Kirchendienst, Vorbereitung von Festen und Pflege der Kirchen und Gemeindehäuser werden dann die sogenannten Ortsältestenkreise übernehmen.
Gottesdienstzeiten und Orte bleiben gleich
Die Region Bergdörfer verfügen über 2,5 Stellen-Deputate, die Pfarrerin Andrea Elicker-Kurz, Dr. Anne Helene Kratzert sowie (ab 1.3.21) Pfarrer in Probe Jonas Lauter unter sich aufteilen. Bei allen strukturellen Veränderungen bleiben die Gottesdienstzeiten und Orte sowie die Versorgung der Kasualien Taufe, Bestattung, Trauung so wie bisher. Mit dem Zusammenschluss heißt es nun für die Pfarrerinnen und den Pfarrer näher zusammenzurücken und in gegenseitiger Absprache Aufgaben arbeitsteilig zu lösen. Das biete auch die Möglichkeit, stärker gabenorientierter zu arbeiten, so Anne Helene Kratzert. “Weiterhin gilt: Wir sind für Sie da, zum Beten, Feiern, Singen, Gott-Loben, Gemeinde-Sein“, schreibt Pfarrerin Anne Helene Kratzert im aktuellen gemeinsamen Gemeindebrief.